UNIX ist ein Betriebsystem (engl. Operating System, OS - wie z.B.
Win9x, DOS oder das MacOS), das 1973 speziell für leistungsfähige
Computer und Grossrechner entwickelt wurde. Seine Väter sind
D. Ritchie und K. Thompson von der US-Firma AT&T. Seither ist es
in verschieden- en Versionen auf unterschiedlichen Rechnern
verfügbar. Weit verbreitet ist die an der Universität Berkeley
entwickelte Version BSD4.2.
Der grösste Unterschied zu vielen anderen Betriebssystemen ist
die Multiuser-Fähigkeit von UNIX. Es können beliebig viele
Benutzer gleichzeitig mit dem selben Betriebssystem arbeiten,
ohne daß diese voneinander wissen. Voraussetzung dafür ist
natürlich ein Konto (= Account) auf dem entsprechenden Rechner,
das einem den Zugriff erlaubt. Andere wesentliche Vorteile sind
die Möglichkeiten des Multiprocessing (Mehrere Prozessoren
arbeiten zusammen und verteilen die Arbeit untereinander) und
echten Multitasking (es können parallel mehrere Prozesse/Programme gleichzeitig abgearbeitet werden).
UNIX hat eine grosse Verbreitung erlangt, da es auf sehr
unterschiedlich- en Computern eingesetzt wird und durch seine
Portabilität leicht an neue Rechner angepasst werden kann. Es
wird daher als eines der Standard- betriebssysteme für alle
Rechnertypen angesehen. Allerdings wurde UNIX von
Computerspezialisten für Computerspezialisten geschrieben,
so daß leider "Benutzerfreundlichkeit" ein Fremdwort ist.
Lange mussten alle Programme durch Tippen von Befehlen (wie bei
DOS) gestartet werden. Erst langsam entwickeln sich auch
graphische Benutzeroberflächen, die WIN oder Mac ähnlich sind.
UNIX betrachtet alle Ein- und Ausgabegeräte als Dateien, auch
Drucker und Bildschirm. Es macht für ein UNIX-Programm daher
keinen Unter- schied, ob es seine Ergebnisse an den Bildschirm,
in eine Datei oder den Drucker ausgibt.
Im der letzten Zeit wird ein frei erhältliches UNIX namens
Linux immer populärer, welches auch
auf normalen PCs eingesetzt werden kann. Gerade für den
Heimbereich und den semi-professionellen Einsatz ist dieses
System gut geeignet, da die Kosten gering, der Umfang aber
einem kommerziellen UNIX entspricht.